Bayerns Jüngster? Felix Weinzierl will mit 18 in den Gemeinderat
Zwei Tage vor der Wahl wird er volljährig – und kandidiert bereits für den Gemeinderat in Straßkirchen. Felix Weinzierl könnte damit der jüngste Kandidat in ganz Bayern sein. Doch was treibt einen 17-Jährigen an, diesen Schritt zu gehen?
Mit gerade einmal 17 Jahren steht Felix Weinzierl auf der Kandidatenliste für den Gemeinderat in Straßkirchen. Am Wahltag selbst wird er bereits wahlberechtigt sein – denn seinen 18. Geburtstag feiert er nur zwei Tage zuvor. Eine Konstellation, die ihn möglicherweise zum jüngsten Kandidaten in ganz Bayern macht.
Doch für Felix geht es nicht um Rekorde oder Aufmerksamkeit. Seine Motivation ist eine andere.
„Ich sehe meine Zukunft in Straßkirchen“
Felix ist tief in seiner Heimat verwurzelt. Sein Engagement kommt nicht aus einer spontanen Idee heraus, sondern aus Überzeugung und persönlicher Verbundenheit.
„Ich sehe eine Zukunft in Straßkirchen und ich möchte einfach etwas beitragen und mitgestalten“, erklärt er im Gespräch mit NeunVierDrei.
Sein politisches Interesse hat auch familiäre Wurzeln. Sein Großvater war fast drei Jahrzehnte Bürgermeister der Gemeinde. Eine prägende Erfahrung für den jungen Kandidaten.
„Ich habe immer Vorbilder gehabt – in meiner Familie, in der Feuerwehr und im Verein. Jetzt möchte ich selbst ein Vorbild für die nächste Generation sein.“
Entscheidung bewusst getroffen
Die Kandidatur war kein Schnellschuss. Felix hat sich bewusst informiert und genau überlegt, auf welcher Liste er antreten möchte.
„Für mich war wichtig, dass gute Leute dabei sind. Ich kenne Kameradschaft und wollte nur kandidieren, wenn ich überzeugt bin von dem Team.“
Diese klare Haltung zeigt, dass seine Entscheidung nicht aus Pflichtgefühl entstand, sondern aus eigener Überzeugung.
Vereine und Gemeinschaft im Fokus
Ein zentrales Anliegen von Felix ist das gesellschaftliche Leben in der Gemeinde. Als aktives Mitglied der Feuerwehr kennt er die Bedeutung von Zusammenhalt aus erster Hand.
„Ich möchte, dass die Vereine wieder näher zusammenkommen. Dass man mehr miteinander macht und die Gemeinschaft stärker wird.“
Sein Ziel ist es, Brücken zu bauen – zwischen Generationen, Vereinen und Menschen.
Respekt aus der Bevölkerung
Die Reaktionen auf seine Kandidatur waren vielfältig. Freunde reagierten zunächst überrascht, doch aus der Bevölkerung kommt vor allem Zuspruch.
„Viele sagen Respekt, dass sich ein junger Mensch das traut und Verantwortung übernehmen möchte.“
Gerade für junge Wähler sieht Felix eine wichtige Aufgabe.
„Geht wählen. Es ist wichtig, seine Stimme abzugeben. Nur wer wählt, kann auch mitentscheiden.“
Eine Kandidatur mit Signalwirkung
Unabhängig vom Wahlausgang steht eines bereits fest: Felix Weinzierl setzt ein Zeichen. Für Engagement. Für Verantwortung. Und dafür, dass politische Beteiligung keine Frage des Alters ist.
Ob er tatsächlich Bayerns jüngster Gemeinderatskandidat ist, wird sich zeigen. Seine Motivation jedoch ist klar: mitgestalten statt abwarten.