Bürgermeister Armin Soller im Gespräch
Hier das Video zum Gespräch:
Im Rahmen unserer Interviewreihe auf NeunVierDrei.de war dieses Mal Armin Soller, amtierender Bürgermeister der Gemeinde Irlbach und erneuter Bürgermeisterkandidat, zu Gast.
Im Gespräch ging es um die aktuelle Situation in Irlbach, um laufende Projekte, finanzielle Herausforderungen und um die Frage, wie sich eine kleine Gemeinde langfristig stabil und zukunftsfähig aufstellen kann.
Aktuelle Lage in der Gemeinde Irlbach
Aus Sicht von Armin Soller steht Irlbach insgesamt solide da. Besonders hebt er das starke ehrenamtliche Engagement hervor, das aus seiner Sicht eine der größten Stärken der Gemeinde darstellt. Vereine, Initiativen und freiwillige Helfer prägen das gesellschaftliche Leben und sorgen für Zusammenhalt.
In den vergangenen sechs Jahren wurden zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen angestoßen oder umgesetzt. Dazu zählen unter anderem Investitionen in Straßen, Kanäle, Abwasserleitungen, Beleuchtung und Energieversorgung.
Baustelle Ortsdurchfahrt und Infrastrukturmaßnahmen
Ein zentrales Thema im Interview ist die umfangreiche Baustelle in der Ortsdurchfahrt. Ursprünglich war eine frühere Fertigstellung geplant, durch zusätzliche Arbeiten an Stromversorgung, Trafostationen, Straßenbeleuchtung und Verkehrssicherheit verzögert sich das Projekt nun bis voraussichtlich Mai zweitausendsechsundzwanzig.
Soller betont, dass viele Maßnahmen bewusst zusammengelegt wurden, um spätere erneute Aufgrabungen zu vermeiden und langfristig sinnvoll zu investieren.
Finanzen, Kläranlage und Wegfall der Brauerei
Finanziell beschäftigt die Gemeinde unter anderem die Sanierung der Kläranlage. Der Wegfall der Irlbacher Brauerei hat hier zusätzliche Herausforderungen geschaffen, da Einnahmen fehlen.
Laut Soller wird aktuell intensiv daran gearbeitet, diese Lücke zu schließen. Er zeigt sich zuversichtlich, dass die Gemeinde diese Phase bewältigen kann und weiterhin handlungsfähig bleibt.
Ehrenamt und Vereinsleben
Mit rund eintausendeinhundertfünfzig Einwohnern ist Irlbach eine kleine Gemeinde, verfügt jedoch über ein sehr aktives Vereinsleben. Die Gemeinde unterstützt dieses Engagement unter anderem durch Infrastrukturmaßnahmen, Fördermittel, Begegnungsräume und konkrete Hilfe bei Vereinsprojekten.
Ein Beispiel ist der Dorfladen, der durch ehrenamtliches Engagement betrieben wird und einen wichtigen Beitrag zur Grundversorgung im Ort leistet.
Transparenz und Zusammenarbeit im Gemeinderat
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs ist die Arbeit im Gemeinderat. Armin Soller beschreibt die Zusammenarbeit als offen und sachlich. Entscheidungen würden ausführlich diskutiert, Sitzungen seien oft lang, aber inhaltlich tiefgehend.
Ziel sei es, Gemeinderäte frühzeitig und umfassend zu informieren, um Vertrauen zu schaffen und tragfähige Entscheidungen zu ermöglichen. Auch Gegenmeinungen und kritische Stimmen würden bewusst zugelassen und in Entscheidungsprozesse einbezogen.
Blick nach vorne
Für die kommenden Jahre nennt Soller klare Schwerpunkte. Dazu zählen die weitere Sanierung der Infrastruktur, die Sicherung der finanziellen Stabilität sowie die Stärkung des Ehrenamts und des gesellschaftlichen Miteinanders.
Im Interview wird deutlich, dass es dabei weniger um kurzfristige Maßnahmen geht, sondern um eine langfristige Entwicklung der Gemeinde.
Neunvierdrei.de ist eine unabhängige lokale Plattform. Das Gespräch dient der Information und Meinungsbildung.