Die Spiele beginnen. Straßkirchen im Wahlkampfmodus

Die Spiele beginnen. Straßkirchen im Wahlkampfmodus

Es ist der 13. Januar 2026. Und wer in Straßkirchen gerade behauptet, der Wahlkampf sei noch nicht richtig gestartet, war in den letzten Tagen vermutlich weder online, noch beim Bäcker, noch beim Friseur, noch am Stammtisch, noch auf einem lokalen Event.

Denn so nehme ich es wahr: Die Kommunalwahl am 8. März 2026 dominiert längst den Dorfalltag. Nicht über Plakate, sondern über Gespräche. Und zwar über viele Gespräche. Offene Gespräche. Gespräche, die man früher so eher hinter vorgehaltener Hand geführt hat.

Was auffällt, ist die Stimmung. Aufbruch. Lust auf Veränderung. Nicht kosmetisch, nicht symbolisch, sondern spürbar und grundlegend. Vor allem mit Blick auf Führung, Richtung und Zukunft von Straßkirchen. Themen, die lange leise diskutiert wurden, werden jetzt offen ausgesprochen. Am Tisch. Im Verein. Beim Training. In Kommentaren. In privaten Runden. Ohne Flüsterton.

Und genau das ist neu.

Es geht auffallend selten um Parteiprogramme oder Farben. Es geht um Stil. Umgang. Vertrauen. Perspektive. Viele Gespräche wirken weniger wie klassischer Wahlkampf und mehr wie eine gemeinsame Bestandsaufnahme: Wo stehen wir gerade. Wo wollen wir hin. Und warum fühlt sich für viele genau jetzt der richtige Moment für Veränderung an.

Parallel dazu verändert sich sichtbar das Bild im Ort. Bekannte Gesichter werden neu eingeordnet. Neue, oft deutlich jüngere Gesichter treten auf und integrieren sich sehr bewusst ins Gemeindeleben. Feuerwehr. Sportvereine. FC. Tennisclub. Ehrenamt. Das wirkt nicht zufällig. Das wirkt wie ein klares Zeichen: Wer gestalten will, zeigt Präsenz. Wer Verantwortung übernehmen will, verankert sich.

Besonders interessant wird es dort, wo Bewegung aus den eigenen Reihen entsteht. Parteimitglieder und Amtsträger, die sich weiterhin offen zu ihrer Partei bekennen, treten plötzlich als Gegenkandidaten auf. Nicht leise, nicht versteckt, sondern sichtbar. Auch bei der Formierung der Gemeinderatslisten zeigt sich das deutlicher denn je. Das spricht aus meiner Sicht eine klare Sprache.

Und genau hier wird etwas sehr deutlich, wenn man sich ernsthaft mit den Menschen beschäftigt und mit ihnen spricht, quer durch alle politischen Lager: In Straßkirchen geht es diesmal weniger um Parteien, sondern um Personen. Um Haltung. Um Zukunft. Um die Zukunft der Gemeinde Straßkirchen.

Nicht nur wegen der großen Veränderungen, die in den kommenden Jahren auf die Gemeinde zukommen. Nicht nur wegen BMW und dem neuen Werk. Sondern weil hier enormes Potenzial liegt. Weil sich viele junge Menschen bewusst integrieren. Junge, die nicht wegziehen wollen. Junge, die aus der Stadt zurückkommen. Menschen, die hier bleiben, investieren und ihr Leben aufbauen wollen, weil sie an Straßkirchen glauben.

Genau deshalb werden Themen wie gewerbliche Entwicklung, Neubaugebiete, bezahlbarer Wohnraum und langfristige Perspektiven plötzlich so intensiv diskutiert. Und genau deshalb entsteht bei vielen der Eindruck, dass jetzt mehr denn je alles Nebensächliche zur Seite geschoben werden muss. Farben. Parteitaktik. Machtspiele. All das wirkt im Moment zweitrangig.

Was zählt, ist das Ziel.

Und mein Eindruck ist: Genau darin ziehen gerade viele in Straßkirchen an einem Strang. Parteiunabhängig. Wenn man zuhört. Wenn man die Menschen kennt. Wenn man sich die Mühe macht, Gespräche zu führen, stellt man fest: Über Parteigrenzen hinweg geht es diesmal um etwas anderes als um Zugehörigkeit. Es geht um Richtung.

Das ist keine Wahlempfehlung. Das ist meine Wahrnehmung. Mein Eindruck aus Gesprächen, Begegnungen und Beobachtungen der letzten Wochen.

Die Spiele haben begonnen.
Und Straßkirchen steht nicht am Spielfeldrand. Straßkirchen ist mittendrin.

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