Gerüchteküche - Hat die Gemeinde den Gasthof zur Post gekauft?
In Straßkirchen hält sich seit Tagen ein hartnäckiges Gerücht. Der Gasthof zur Post soll von der Gemeinde Straßkirchen gekauft worden sein.
Wichtig vorab. Es handelt sich um ein Gerücht. Eine offizielle Bestätigung liegt bislang nicht vor. Eine öffentliche Klarstellung allerdings ebenfalls nicht. Genau deshalb sorgt die Geschichte für Unruhe. Denn sollte sich dieses Gerücht bewahrheiten, stellen sich zwangsläufig Fragen. Straßkirchen gilt finanziell bekannterweise nicht als Gemeinde mit großen Spielräumen. Gleichzeitig reden wir hier über ein denkmalgeschütztes Objekt mit schwerst kalkulierbaren Kosten, hohem Sanierungsrisiko und langfristigen Verpflichtungen. Es geht nicht um Unterstellungen. Es geht um Verantwortung. Wer als Kommune ein solches Objekt erwirbt, muss erklären können, warum. Mit welchem Ziel. Mit welchen Mitteln. Und auf welcher finanziellen Grundlage.
Sollte das Gerücht falsch sein, wäre die Sache mit einem klaren öffentlichen Statement schnell erledigt. Schweigen hingegen verstärkt Zweifel. Gerade bei sensiblen Themen wie Gemeindefinanzen ist Transparenz kein Nice-to-have, sondern Pflicht. Falls das Gerücht zutrifft, erwarten Bürger zu Recht Antworten. Denkmal, Kaufpreis, Folgekosten, Finanzierung, Nutzungskonzept. Alles andere wäre schwer vermittelbar.
Neunvierdrei.de hält fest. Aktuell ist nichts bestätigt. Aber das Gerücht lautet eindeutig. Die Gemeinde soll Käuferin sein. Und solange das im Raum steht, ist kritisches Nachfragen legitim.
Gerüchte entstehen dort, wo (mal wieder) Informationen fehlen.
Vielleicht bringt die heutige Gemeinderatssitzung Klarheit. Spätestens dort wäre der richtige Ort, offen zu sagen, ob an dem Gerücht etwas dran ist oder nicht. Eine klare Aussage heute Abend würde viele Spekulationen beenden. Schweigen hingegen würde sie weiter anheizen.