Informationsabend zur neuen Abwassergebühr: Das kommt auf Grundstückseigentümer zu
Ab dem 1. Januar 2027 wird in der Gemeinde Straßkirchen die sogenannte gesplittete Abwassergebühr eingeführt. Viele Grundstückseigentümer haben dazu in den vergangenen Tagen bereits einen Flyer der Gemeinde erhalten. Um offene Fragen zu beantworten, lädt die Gemeinde nun zu einem öffentlichen Informationsabend ein.
Die Veranstaltung findet am Dienstag, 21. Juli 2026, um 17.30 Uhr im Feuerwehrhaus Schambach statt. Dort wird erklärt, warum die neue Gebührenregelung eingeführt wird, wie sich die zukünftigen Schmutzwasser und Niederschlagswassergebühren berechnen und wie die sogenannten abflusswirksamen Flächen ermittelt werden. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, allgemeine Fragen zu stellen. Individuelle Berechnungen oder persönliche Beratungen können an diesem Abend allerdings nicht vorgenommen werden.
Was bedeutet die gesplittete Abwassergebühr überhaupt?
Bislang orientiert sich die Abwassergebühr in Straßkirchen ausschließlich am Frischwasserverbrauch. Künftig werden die Kosten aufgeteilt. Einerseits wird weiterhin das Schmutzwasser berechnet, das über den Wasserverbrauch entsteht. Andererseits wird auch berücksichtigt, wie viel Regenwasser von versiegelten Flächen wie Dächern, Hofeinfahrten oder gepflasterten Wegen in die öffentliche Kanalisation gelangt. Ziel ist eine verursachergerechtere Verteilung der Kosten. Wer viele versiegelte Flächen besitzt, wird dadurch stärker berücksichtigt als bisher.
Warum wird die Abwassergebühr überhaupt gesplittet?
Der Hintergrund ist einfach erklärt: Bisher wurden die Kosten für die Abwasserentsorgung ausschließlich über den Frischwasserverbrauch berechnet. Das führte dazu, dass beispielsweise ein Haushalt mit einem großen versiegelten Grundstück genauso behandelt wurde wie ein Grundstück mit viel Grünfläche, obwohl über die befestigten Flächen deutlich mehr Regenwasser in die Kanalisation gelangt.
Deshalb schreiben Gerichte seit einigen Jahren vor, dass Kommunen die Kosten gerechter verteilen müssen. Künftig wird deshalb zwischen Schmutzwasser aus dem Haushalt und Niederschlagswasser unterschieden. Wer viele versiegelte Flächen wie Dächer, Garagenzufahrten oder gepflasterte Höfe besitzt, über die Regenwasser in den Kanal fließt, beteiligt sich künftig stärker an den Kosten als jemand mit wenig versiegelter Fläche. Ziel ist eine faire Verteilung der Gebühren nach dem Verursacherprinzip.
Persönliche Beratung im Rathaus
Wer individuelle Fragen zu seinem Grundstück hat, kann zusätzlich die Beratungsangebote im Rathaus nutzen. Diese finden ohne Terminvereinbarung an folgenden Tagen statt:
- Donnerstag, 16. Juli: 8.30 bis 12.00 Uhr und 13.30 bis 18.00 Uhr
- Dienstag, 21. Juli: 8.30 bis 12.00 Uhr und 13.30 bis 18.00 Uhr
- Donnerstag, 23. Juli: 8.30 bis 12.00 Uhr und 13.30 bis 18.00 Uhr
Die Beratungen finden im Erdgeschoss des Rathauses, Zimmer 0.26 (Trauzimmer), statt.
Mit der Informationsveranstaltung möchte die Gemeinde die Bürger frühzeitig auf die Änderungen vorbereiten, damit bis zur Einführung Anfang 2027 möglichst alle offenen Fragen geklärt werden können.
📅 Informationsabend zur gesplitteten Abwassergebühr
🗓️ Dienstag, 21. Juli 2026🕠 Beginn: 17.30 Uhr
📍 Feuerwehrhaus Schambach
Schulstraße 2, 94342 Schambach (Gemeinde Straßkirchen)